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Mit dem Baujahr 1939 bin ich einer der Senioren der Gruppe. Bereits in den frühesten Jahren hat mich Theater
fasziniert. Angefangen von selbstgebastelten Kasperlepuppen über das Theater in der Schule und bei den Pfadfindern,
machte ich meine ersten größeren Schritte beim Krefelder Stadttheater in der Statisterie und im Extrachor für große
Opern.
1961 gründeten Extrachormitglieder den "Krefelder Spielkarren", der ca. 10 Jahre bestand, wodurch ich auch 1966
Willy Franken, den damaligen künstlerischen Leiter der "KARAWANE Düsseldorf" und späteren Mitbegründer der heutigen
Studiobühne Düsseldorf, kennenlernte. Im Rahmen der Rheinischen Arbeitsgemeinschaft Amateur-Theater und dem
"Forum Mainz" habe ich Tagungen und Regielehrgänge bei Willy Franken besucht, was meinem "Theaterfundus" zu gute kam.
1972 fragte mich Willy Franken, ob ich nicht Lust hätte, bei ihm die Rolle des Schlüssel-Cato in "Atlantis"
von Dieter Waldmann zu übernehmen. Ich hatte Lust. Zwischenzeitlich gastierte ich im Kellertheater Neuß in
Ionescos "Der neue Mieter" und spielte dort einen der beiden Möbelträger.
1976 trennte sich W. Franken und einige Mitglieder der KARAWANE (und auch ich) von der Gruppe und gründeten
die STUDIOBÜHNE Düsseldorf. Seit dieser Zeit spielte ich:
- Den König in "Der Großwesir" von Rene Obaldia
- Den Zauberer in "Das alltägliche Wunder" von Jewgeniy Schwarz, womit wir auch 1980 beim Katholikentag
in Berlin vor fast 1000 Besuchern auftraten - ein unvergessenes Erlebnis.
- Den Hoffriseur in "Die Kommode" von Kurt Goetz nach nur 4 Wochen Probe, da der Darsteller im Examen
stand und daher ausfiel.
- In den Gedicht-Rezitationen "Menschliches - Allzu Menschliches"
- Den Zirkusdirektor in "Der Zirkus oder Käse, Kunst und Kardanwelle" von Ludwig Anzengruber
- Mozart in "Mozart und der graue Bote" und Sam in "Der Engel auf dem Schiff" aus den Dreiminutenspielen
von Thornton Wilder
- Vetter Brandon in "Das lange Weihnachtsmahl" von Thornton Wilder.
1995 - 2000 habe ich eine Pause eingelegt, weil Beruf und Jugendarbeit in einem Fußballverein viel Zeit
kosteten. Der Kontakt zur Gruppe ist aber nie abgerissen. 1998 habe ich wieder in einer Neuinszenierung des
"langen Weihnachtsmahl" den Vetter Brandon gespielt, und im November 2000 bin ich wieder bei den "Rezitationen"
eingestiegen.
Die Probenarbeit in der Studiobühne macht viel Freude, da bei uns - oft im Gegensatz zum Berufstheater - bei der
Probe ein ständiges Geben und Nehmen stattfindet, d.h. auch die Darsteller können ihre Ideen in das Regiekonzept
einbringen.
